27.04.2026

WETgruppe startet Pilotprojekt Energiegemeinschaft Statzendorf

Zum Inhalt scrollen

Start des Pilotprojekts für gemeinschaftliche PV-Stromnutzung im Wohnbau

Innovatives Modell im gemeinnützigen Wohnbau Niederösterreichs – mit deutlichen Kostenvorteilen und mehr Energieunabhängigkeit für Bewohner

„Wir gehen hier neue Wege und schaffen Lösungen, die Nachhaltigkeit und Leistbarkeit verbinden. Unser Ziel ist es, dieses Modell flächendeckend umzusetzen und unseren Bewohner langfristige Preisstabilität sowie mehr Energieunabhängigkeit zu ermöglichen“, betonte Geschäftsführer der WETgruppe Christian Rädler.

Die WETgruppe setzt gemeinsam mit dem ÖKOSTROM.KOLLEKTIV eGen einen neuen Meilenstein in der nachhaltigen Energieversorgung im gemeinnützigen Wohnbau. Als größte gemeinnützige Bauvereinigung in Niederösterreich startet das Unternehmen ein Pilotprojekt zur gemeinschaftlichen Nutzung von Photovoltaikstrom in Wohnhausanlagen.


Im Rahmen einer Pressekonferenz stellten Christian Rädler, Geschäftsführer WETgruppe sowie Anton Hechtl und Matthias Zawichowski von ÖKOSTROM.KOLLEKTIV eGen gemeinsam mit Wohnbau-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister das innovative Projekt vor.


Vorreiterrolle der WETgruppe
Mit dem Pilotprojekt übernimmt die WETgruppe eine Vorreiterrolle bei der Nutzung erneuerbarer Energie im gemeinnützigen Wohnbau. Durch die Nutzung von Dachflächen für Photovoltaikanlagen und die gemeinschaftliche Nutzung des erzeugten Stroms profitieren die Bewohner künftig direkt von günstigem, lokal erzeugtem Ökostrom.

Mehr als 30 Liegenschaften der WETgruppe wurden, bereits als geeignet identifiziert. Das erste Pilotprojekt startet in Statzendorf, die nächsten folgen in Obergrafendorf und Muckendorf. Bis Jahresende sollen diese rund 30 ausgewählten Objekte in die Umsetzung kommen. Darüber hinaus wird derzeit das Potenzial weiterer Liegenschaften erhoben, die ebenfalls so rasch wie möglich realisiert werden sollen.


Vorteile für Bewohner
Im Rahmen sogenannter gemeinschaftlicher Erzeugungsanlagen (GEA) wird der auf den Wohnhausdächern erzeugte PV-Strom direkt den Bewohner zur Verfügung gestellt. Während der Wohnbauträger Eigentümer der Anlage bleibt, übernimmt das ÖKOSTROM.KOLLEKTIV eGen Betrieb, Organisation und die direkte Abrechnung mit den Bewohnern. Der benötigte Reststrom wird weiterhin wie gewohnt über den jeweiligen Energieversorger bezogen.


Durch die GEA wird es möglich, den über die vorhandenen PV-Anlagen erzeugten Strom nicht mehr nur für Allgemeinflächen, sondern auch für die einzelnen Wohnungen nutzbar zu machen. Das senkt die Stromkosten für die Bewohner. Einsparungen von bis zu 40 % können so erreicht werden, Netzgebühren und Abgaben entfallen zur Gänze. Außerdem profitieren die Nutzer von stabileren Energiepreisen und sind weniger abhängig von externen Einflüssen. „Unser Modell schafft den rechtlichen und organisatorischen Rahmen, damit gemeinschaftliche PVStromnutzung im Wohnbau effizient und einfach umgesetzt werden kann. Es entsteht eine echte Win-win-Situation für Bewohner sowie Wohnbauträger“, erklärte Anton Hechtl vom ÖKOSTROM.KOLLEKTIV eGen.

Wichtiger Beitrag für die Energiezukunft Niederösterreichs
Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister unterstrich die Bedeutung des Modells für mehr Energieunabhängigkeit und Nachhaltigkeit im Wohnbau: „Gemeinnützige Bauvereinigungen sind wichtige Partner auf dem Weg zur Energieunabhängigkeit und zeigen vielfach, dass Nachhaltigkeit und Leistbarkeit vereinbar sind.“ Die neue Wohnbauförderung berücksichtigt dieses Thema und unterstützt die Kombination aus Photovoltaik und Speicherlösungen.


Gerade in Zeiten steigender Energiepreise ist es wesentlich, die regionale Energieerzeugung auszubauen und zugleich CO₂-Emissionen zu reduzieren. „Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, diesen Weg nach mehr Energieunabhängigkeit konsequent weiterzugehen. Wir verstehen den Wohnbau als Teil der Lösung– als Hebel für Klimaschutz, Energieeffizienz und soziale Sicherheit. Denn leistbares Wohnen geht heute ganz eng einher mit leistbarer Energie“, so die Landesrätin. Ein typisches Wohnbauprojekt mit Photovoltaik und Energiegemeinschaft kann jährlich mehrere Dutzend Tonnen CO₂ einsparen. Ergänzende Maßnahmen wie Speicherlösungen oder die Entsiegelung von Flächen tragen zusätzlich zur Effizienzsteigerung und Klimaanpassung bei.
 

Beispielwirkung für den gemeinnützigen Wohnbau
Mit diesem Pilotprojekt setzt die WETgruppe ein starkes Signal und zeigt, wie innovative Modelle zur nachhaltigen Energieversorgung umgesetzt werden können. Ziel ist es, das Projekt kontinuierlich auszubauen und als Beispiel für andere Bauvereinigungen zu dienen.

Bild (v.l.n.r.): Christian Rädler, Geschäftsführer WETgruppe; Christiane Teschl-Hofmeister, Wohnbau-Landesrätin; Anton Hechtl, ÖKOSTROM.KOLLEKTIV eGen; Matthias Zawichowski, ÖKOSTROM.KOLLEKTIV eGen